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InnoTrans 2018: Fachvortrag zum Thema Erschütterungsschutz im urbanen Raum

Getzner erörtert Vorteile von nachträglich eingebauten Schwellensohlen

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Bürs (AT), Berlin (DE): Bei einem Fachvortrag am Messestand von Getzner Werkstoffe auf der InnoTrans erörterte Produktmanager Stefan Vonbun, welche Möglichkeiten es für den nachträglichen Einbau eines Erschütterungsschutzes im Zuge einer Gleissanierung gibt. Den Kosten/Nutzen-Aspekt für Betreiber illustrierte er anhand des Praxisbeispiels der Flughafenanbindung in Krakau, Polen.

Die Gelegenheit, im Zuge einer Gleissanierung auch einen Erschütterungsschutz nachträglich einzubauen, wird heute zunehmend genutzt. Welchen Beitrag das Produktportfolio von Getzner zu einem wirksamen Erschütterungsschutz im urbanen Raum leisten kann, erörterte Stefan Vonbun, Produktmanager im Bereich Bahn von Getzner, am 19.9.2018 am Hauptstand des Unternehmens auf der InnoTrans. „Der Einbau eines kostengünstigen Erschütterungsschutzes im Rahmen einer Streckensanierung wirkt sich auf unterschiedliche Arten positiv aus: Die Betreiber profitieren von einer höheren Akzeptanz ihrer Bahnlinie, ebenso werden die umliegenden Gebäude vor Erschütterungen geschützt. Die Bewohner genießen mehr Ruhe, das Leben und Arbeiten in der Nähe von Bahnstrecken ist komfortabler. Dadurch lassen sich Grundstücke vielfältiger nützen, meist auch höhere Grundstückspreise erzielen“, erklärt Stefan Vonbun.

Mit Kosten/Nutzen-Argumenten überzeugen
Besondere Aufmerksamkeit beim Vortrag erhielten die Fragen, wie Schwellensohlen im Rahmen einer Streckensanierung nachträglich eingebaut werden und was den Betreibern der Einbau für Vorteile bringt. Am Beispiel der Flughafenanbindung in Krakau, Polen, beleuchtete Stefan Vonbun auch die Wirksamkeit von Schwellensohlen in innerstädtischen Gebieten: Die Eisenbahnstrecke – sie wurde 2015 modernisiert – verbindet das Krakauer Stadtzentrum mit dem Flughafen. Vorgestellt wurden die Ergebnisse extern durchgeführter Wirksamkeitsmessungen zur Quantifizierung der Schwingungsreduktion durch Schwellensohlen. Auch die Auswirkungen dieser Maßnahme auf die Langzeitqualitäten des Eisenbahnoberbaus wurden im Vortrag thematisiert.

Getzner widmete sich auf der InnoTrans den aktuellen Themen der Schotterschonung und der Reduktion von Instandhaltungskosten mit Hilfe von Schwellensohlen – deren Portfolio wurde unlängst dem umfangreichen Prüfprozedere der neuen Europäischen Norm 16730 unterzogen. Auch das spezialisierte Dienstleistungsportfolio von Getzner – Wirksamkeitsprognosen, Verlegepläne oder die Unterstützung beim Einbau der Schwingungsschutzlösungen etc. – stand heuer neben den bewährten Produkten, Unterschottermatten, Masse-Feder-Systeme oder Lösungen zur Optimierung von Weichen und Übergängen, erstmals im Fokus. Der Schotterschonung, dem Erschütterungsschutz und dem Thema Service waren am Messestand eigene Themeninseln gewidmet. Interaktiv und am eigenen Leib Erschütterungen erleben konnten die Messebesucher auch auf dem „Vibrationsboden“ am Stand bzw. anhand eines „Rüttelmodells“. Spannende Einblicke in die Welt des Schwingungsschutzes gaben weiters interaktive Touch-Screens, Produktmuster oder Exponate wie eine originale, nach einem langjährigen Einsatz wieder ausgebaute Eisenbahnschwelle mit Besohlung.